Niederlande: Zahlungsmoral und Handelsvolumen trotz Krise hoch

Laut Schätzung des Konjunkturinstitutes CPB wird das niederländische Bruttoinlandsprodukt (BIP) in diesem Jahr um 4,7 Prozent schrumpfen. Als zweitstärkster Handelspartner dem Umsatz nach ist Deutschland von dieser Entwicklung maßgeblich betroffen: Die Exporte sind bis zur Jahresmitte um 20 bis 30 Prozent eingebrochen. Deutsche Lieferanten sorgen sich um mangelnde Aufträge und die Insolvenz ihrer Kunden.
Nachdem im Jahr 2008 der Finanzsektor am stärksten von den Insolvenzen betroffen war, läuft die Insolvenzwelle in anderen Wirtschaftssektoren anscheinend erst richtig an. Der Kreditversicherer Euler Hermes prognostiziert in den Niederlanden eine Rekordzunahme der Insolvenzen um 75 Prozent für das Jahr 2009. Die verarbeitende Industrie scheint hiervon am stärksten betroffen; aber auch Handel, Transport und Kommunikation leiden zunehmend unter Konkursanmeldungen.
Die steigenden Zahlungsschwierigkeiten werden natürlich auch deutsche Unternehmer belasten. Jetzt kommt es darauf an, mit kaufmännischer Vorsicht und einem guten Kreditmanagement-System Geschäfte mit den niederländischen Partnern erfolgreich abzuwickeln. Dazu gehören Klauseln im Kaufvertrag ebenso wie die Absicherung des Zahlungsrisikos durch Kreditversicherer. Da die Risiken für Zahlungsausfälle im mittleren Bereich liegen erfolgt die Absicherung vergleichsweise reibungslos.
Allgemein gilt die Zahlungsmoral in den Niederlanden jedoch als gut und zuverlässig im internationalen Vergleich. Diese orientiert sich nämlich an dem prominenten und einzigartigem Handelsgeest. Hartes Verhandeln und strikte Durchführung gilt als Tugend. Dazu schreibt der Ehrenkodex aber auch Zuverlässigkeit und Flexibilität vor.
Das Resümee der Nachrichten für Außenhandel (5. August 2009, Nr.1 48): Für den deutschen Handelspartner sind die Chancen aus den Geschäften mit den Niederlanden weitaus höher als die Risiken, die aus der aktuellen Kreditklemme resultieren.
Quelle: www.hannover.ihk.de
Kontaktadresse
IHK Hannover
Schiffgraben 49
30175 Hannover
info@hannover.ihk.de
Tel. : 0511/3107-0
Fax: 0511/3107-333
Auteur: Pia-Felicitas Homann, IHK Hannover
Laut Schätzung des Konjunkturinstitutes CPB wird das niederländische Bruttoinlandsprodukt (BIP) in diesem Jahr um 4,7 Prozent schrumpfen. Als zweitstärkster Handelspartner dem Umsatz nach ist Deutschland von dieser Entwicklung maßgeblich betroffen: Die Exporte sind bis zur Jahresmitte um 20 bis 30 Prozent eingebrochen. Deutsche Lieferanten sorgen sich um mangelnde Aufträge und die Insolvenz ihrer Kunden.
Nachdem im Jahr 2008 der Finanzsektor am stärksten von den Insolvenzen betroffen war, läuft die Insolvenzwelle in anderen Wirtschaftssektoren anscheinend erst richtig an. Der Kreditversicherer Euler Hermes prognostiziert in den Niederlanden eine Rekordzunahme der Insolvenzen um 75 Prozent für das Jahr 2009. Die verarbeitende Industrie scheint hiervon am stärksten betroffen; aber auch Handel, Transport und Kommunikation leiden zunehmend unter Konkursanmeldungen.
Die steigenden Zahlungsschwierigkeiten werden natürlich auch deutsche Unternehmer belasten. Jetzt kommt es darauf an, mit kaufmännischer Vorsicht und einem guten Kreditmanagement-System Geschäfte mit den niederländischen Partnern erfolgreich abzuwickeln. Dazu gehören Klauseln im Kaufvertrag ebenso wie die Absicherung des Zahlungsrisikos durch Kreditversicherer. Da die Risiken für Zahlungsausfälle im mittleren Bereich liegen erfolgt die Absicherung vergleichsweise reibungslos.
Allgemein gilt die Zahlungsmoral in den Niederlanden jedoch als gut und zuverlässig im internationalen Vergleich. Diese orientiert sich nämlich an dem prominenten und einzigartigem Handelsgeest. Hartes Verhandeln und strikte Durchführung gilt als Tugend. Dazu schreibt der Ehrenkodex aber auch Zuverlässigkeit und Flexibilität vor.
Das Resümee der Nachrichten für Außenhandel (5. August 2009, Nr.1 48): Für den deutschen Handelspartner sind die Chancen aus den Geschäften mit den Niederlanden weitaus höher als die Risiken, die aus der aktuellen Kreditklemme resultieren.
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