Viele Forderungen am Standort Niederlande

Deutschland ist mit 120 Millionen Euro Direktinvestitionen im Nachbarland von großer Bedeutung. Umso positiver ist zu bewerten, dass die Deutschen Unternehmen das Investitionsklima in den Niederlanden positiv einschätzen. Gleichzeitig fordern sie aber konkrete Maßnahmen der niederländischen Regierung, um den Standort „Niederlande“ angesichts der schwierigen Rahmenbedingungen wettbewerbsfähig zu halten.
Die Deutsch-Niederländische Handelskammer (DNHK) legte – nach einer intensiven Umfrage an 2600 Unternehmen sieben Hauptforderungen an die niederländische Regierung vor. Dabei stehen im Allgemeinen die Beschleunigung von Verwaltungsverfahren, eine bessere Verkehrsinfrastruktur und eine Stärkung des Ausbildungssystems von Schülern und Lehrlingen im Vordergrund.
1. Um einen besseren Gütertransport gewährleisten zu können, muss die Infrastruktur verbessert werden. Einen besonderen Beitrag zur Verbesserung würden die Betuwe-Route und der Eiserne Rhein leisten. Diese umstrittenen Vorhaben sollen schnell vorangetrieben werden
2. Die Autobahnen müssen durch eine rasche Umsetzung geplanter Bauvorhaben zwischen Eindhoven und Duisburg vom Dauerstreit befreit werden. Außerdem ist bei der geplanten Einführung einer Maut in den Niederlanden auf die Kompatibilität mit dem deutschen System zu achten.
3. Dies würde die Transportunternehmen nachhaltig entlasten.
4. Die Niederlande dürfen der EU auf dem Gebiet der erneuerbare Energien nicht nachstehen. Erneuerbare Energien müssen mehr gefördert werden.
5. Ebenso sind leichte Gründungsverfahren und niedrige Hürden für den grenzüberschreitenden Personaleinsatz von großer Bedeutung. Die umstrittene Flex-bv soll eingeführt werden und entsandte Mitarbeiter sollen künftig für zehn Jahre statt für fünf Jahre im Sozialsystem ihres Heimatlandes verbleiben dürfen. Auch die Kleinbetriebe sollen angesichts der Wirtschafskrise entlastet werden. Hier sollen Änderungen im Kündigungsschutz erreicht werden.
6. Die Niederlande müssen Arbeitsabsprachen mit Deutschland treffen und bei der Entwicklung eines gemeinsamen Ansatzes für die Unternehmenssteuer eine aktiverer Rolle spielen.
7. Die Bildung muss durch eine Verbesserung der technischen Ausbildung und Sprachunterricht gestärkt werden.
Jetzt bleibt zu hoffen, dass die niederländische Regierung diese Standpunkte aufgreift und für eine zielgerichtete Umsetzung sorgt.
Quellen:
Maas-Rhein-Zeitung (Ausgabe 12. Mai 2009)
www.dnhk.org
Autor: Karina Holtkamp, KH Borken
Deutschland ist mit 120 Millionen Euro Direktinvestitionen im Nachbarland von großer Bedeutung. Umso positiver ist zu bewerten, dass die Deutschen Unternehmen das Investitionsklima in den Niederlanden positiv einschätzen. Gleichzeitig fordern sie aber konkrete Maßnahmen der niederländischen Regierung, um den Standort „Niederlande“ angesichts der schwierigen Rahmenbedingungen wettbewerbsfähig zu halten.
Die Deutsch-Niederländische Handelskammer (DNHK) legte – nach einer intensiven Umfrage an 2600 Unternehmen sieben Hauptforderungen an die niederländische Regierung vor. Dabei stehen im Allgemeinen die Beschleunigung von Verwaltungsverfahren, eine bessere Verkehrsinfrastruktur und eine Stärkung des Ausbildungssystems von Schülern und Lehrlingen im Vordergrund.
1. Um einen besseren Gütertransport gewährleisten zu können, muss die Infrastruktur verbessert werden. Einen besonderen Beitrag zur Verbesserung würden die Betuwe-Route und der Eiserne Rhein leisten. Diese umstrittenen Vorhaben sollen schnell vorangetrieben werden
2. Die Autobahnen müssen durch eine rasche Umsetzung geplanter Bauvorhaben zwischen Eindhoven und Duisburg vom Dauerstreit befreit werden. Außerdem ist bei der geplanten Einführung einer Maut in den Niederlanden auf die Kompatibilität mit dem deutschen System zu achten.
3. Dies würde die Transportunternehmen nachhaltig entlasten.
4. Die Niederlande dürfen der EU auf dem Gebiet der erneuerbare Energien nicht nachstehen. Erneuerbare Energien müssen mehr gefördert werden.
5. Ebenso sind leichte Gründungsverfahren und niedrige Hürden für den grenzüberschreitenden Personaleinsatz von großer Bedeutung. Die umstrittene Flex-bv soll eingeführt werden und entsandte Mitarbeiter sollen künftig für zehn Jahre statt für fünf Jahre im Sozialsystem ihres Heimatlandes verbleiben dürfen. Auch die Kleinbetriebe sollen angesichts der Wirtschafskrise entlastet werden. Hier sollen Änderungen im Kündigungsschutz erreicht werden.
6. Die Niederlande müssen Arbeitsabsprachen mit Deutschland treffen und bei der Entwicklung eines gemeinsamen Ansatzes für die Unternehmenssteuer eine aktiverer Rolle spielen.
7. Die Bildung muss durch eine Verbesserung der technischen Ausbildung und Sprachunterricht gestärkt werden.
Jetzt bleibt zu hoffen, dass die niederländische Regierung diese Standpunkte aufgreift und für eine zielgerichtete Umsetzung sorgt.
Quellen:
Maas-Rhein-Zeitung (Ausgabe 12. Mai 2009)
www.dnhk.org
Autor: Karina Holtkamp, KH Borken




